Literaturstudie zum Thema Frozen Shoulder

Florian Probst (PT-OMT)

Frozen Shoulder
PPP Florian Probst.pptx
Microsoft Power Point-Präsentation [378.8 KB]

Interessantes aus der Wissenschaft in der Physiotherapie

Kalte Hände - mehr Power!

Entnommen aus der Fachzeitschrift: physiopraxis 2011; 9(2): 19

Kühlt man seine Hände während eines Krafttrainings, kann man damit seine Trainingsleistung steigern und das Ermüdungsgefühl verringern.

Das entdeckten Young Sub Kwon und sein Team von der University of New Mexico in Albuquerque, USA. An ihrer Studie nahmen 16 Männer im Durchschnittsalter von 26 Jahren teil. Die Sportler machten seit mindestens fünf Jahren intensives Krafttraining und trainierten speziell beim Bankdrücken mit mehr als 80 % ihrer Maximalkraft. Die Untersuchungen fanden an vier Versuchstagen statt. Dazwischen lagen jeweils drei trainingsfreie Tage. Am ersten Tag ermittelten die Autoren das Gewicht, das die Probanden beim Bankdrücken maximal einmal stemmen konnten (Repetition Maximum, 1 RM). Fünf Minuten später testeten sie, wie viele Wiederholungen die Sportler mit 85% ihres Maximalgewichts schafften (85 % des 1 RM). An allen darauffolgenden Testtagen durchliefen die Teilnehmer nach der Aufwärmphase einen 1- RM-Test sowie vier Sätze mit 85 % ihres 1 RM. Zwischen den Sätzen hatten die Teilnehmer jeweils drei Minuten Ruhepause. In dieser steckten sie ihre Hände in einen Handkühler, um sie zu kühlen, zu erwärmen oder temperaturneutral zu belassen. Anhand einer Skala überprüften die Forscher nach jedem Satz das subjektive Belastungsempfinden der Sportler und beobachteten im EMG die Aktivität des M. pectoralis major, des M. deltoideus und des M. triceps brachii.

Mit kühlen Händen war die Anzahl der Wiederholungen um fast 30 % höher als mit warmen oder temperaturneutralen Händen. Außerdem war das Training für die Probanden weniger anstrengend. Die Handkühlung senkte die Herzfrequenz und bei sechs Sportlern sogar die Körpertemperatur signifikant. Im EMG konnten die Autoren bei der Kontraktion des M. triceps brachii eine höhere Aktivität messen.

Von den leistungssteigernden Effekten einer Handflächenkühlung könnten nicht nur Kraftsportler profitieren, sondern auch Patienten mit chronischer Fatigue.

giro

Med Sci Sports Exerc 2010; 42: 1557-1565

Weniger Muskelschmerz durch Ingwer

Entnommen aus der Fachzeitschrift: physiopraxis 2011; 9(2): 16
DOI: 10.1055/s-0031-1273187

 

Ingwer vermindert durch exzentrisches Krafttraining ausgelöste Schmerzen.

Christopher Black und sein Team von der Universität in Georgia, USA, teilten 74 gesunde Patienten per Zufall in zwei Versuchs- und eine Plazebogruppe ein. Die Versuchsgruppen aßen knapp zwei Wochen lang durchschnittlich zwei Gramm Ingwer täglich, entweder kalt oder erhitzt. Die Kontrollgruppe erhielt ein Plazebopräparat. Die Forscher ermittelten verschiedene Parameter wie den Muskelschmerz, die gefühlte Anstrengung und die Beweglichkeit des Ellenbogengelenks. Anschließend führten die Probanden ein exzentrisches Krafttraining für den M. bizeps brachii durch. In den darauffolgenden 72 Stunden untersuchten die Autoren die Parameter erneut. Das Ergebnis: 24 Stunden nach dem Training empfanden die Ingweresser den durch das Training ausgelösten Schmerz weniger stark als die Plazebogruppe - egal, ob sie die Knolle kalt oder warm zu sich genommen hatten. Nach 48 und 72 Stunden unterschieden sich die drei Gruppen nicht mehr.

Laut den Autoren deckt sich das Resultat, dass Ingwer schmerzlindernd wirkt, mit den Ergebnissen anderer Studien.

hoth

J Pain 2010; 11: 894-903